· Vermarktung & Vertrieb

So vermeidest du typische Fehler im Online-Shop

Für Gründerinnen und Gründer im E-Commerce aber auch für etablierte Online-Händler gilt: Dein Shop funktioniert nur dann optimal, wenn du keine Potenziale verschenkst. Von Registrierung bis Check-Out – Kenne die häufigsten Fehlerquellen im Online-Shop.

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Praktische Tipps für einen umsatzstarken Online-Shop

Checkliste: Die 10 häufigsten Fehler im Online-Shop

Deine Verkaufszahlen im Online-Shop zeichnen (noch) nicht das gewünschte Ergebnis? Kundinnen und Kunden kaufen zwar, aber kehren nicht wieder?

Für Gründerinnen und Gründer im E-Commerce aber auch für etablierte Händlerinnen und Händler gilt: Umsatzsteigerungen im Online-Shop erzielst du jederzeit durch

  • eine Optimierung der Nutzerführung und User Experience (UX) sowie
  • die regelmäßige Überprüfung deiner Marketing-Strategie einschließlich konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenbeziehung.

Verschenke keine Potenziale und vermeide diese 10 Fehler bei der Einrichtung & Pflege deines Online-Shop:

1. Verpflichtende Registrierung

Müssen sich Neukunden verpflichtend mit einem Kundenaccount bei dir registrieren, um bestellen zu dürfen, springen viele schon vor dem ersten Einkauf ab. Lass unbedingt beide Optionen zu – Einkaufen als Gast & Registrierung mit einem Kundenkonto.

2. Kostenpflichtiger Versand

Du bist zwar kein Online-Riese wie Amazon, Kunden erwarten trotzdem in der Regel einen kostenlosen Versand vom Online-Händler ihrer Wahl. Dies ist nicht länger ein besonderes Leistungsmerkmal, sondern gilt schon fast als Standardwährung im E-Commerce.

Für kleine Händlerinnen und Händler gilt: Bei der Preiskalkulation für dein Produktsortiment solltest du die Versandkosten einkalkulieren, um diese im Warenkorb nicht extra berechnen zu müssen.

3. Keinen Premiumversand anbieten

Deine Zielgruppe schätzt den schnellen Sorglos-Service. Auch hier gilt: Premiumversand kostet Geld und darf mit 2 bis 3 Euro zuzüglich berechnet werden. 

4. Versteckte Versandhinweise

Kundinen und Kunden wissen, dass es in umsatzstarken Quartalen (Weihnachtsgeschäft) aber auch im Zuge der Corona-Pandemie (Lieferkettenschwierigkeiten) u.U. zu Verzögerungen in der Warenlieferung kommen kann.

Transparenz ist alles. Die Versanddauer ist deshalb eine wichtige Information. Sie sollte gut sichtbar im Warenkorb und am Produkt platziert sein.

5. Fehlende Wird-häufig-zusammen-gekauft-Sektion

In den bekannten Shopping-Apps großer Online-Händler ist die Sektion dem Titel »Wird-häufig-zusammen-gekauft« bereits Standardfunktion. Auch kleine Händler fördern ihren Abverkauf mit der Integration eines namentlichen Footer im Online-Shop. Für Kunden ist dies gleichzeitig eine bequeme Möglichkeit, um mehr über dein Angebot und sinnvolle Ergänzungen für ihren Einkauf zu erfahren. Eine Win:Win-Situation für beide Seiten.

6. Keine Garantie

Sicherheit ist ein Service-Plus, dies gilt besonders im Online-Handel, wo Kunden Produkte vor dem Kauf nicht selbst in Augenschein nehmen können. Mit der Bereitstellung einer Garantie von mindestens 30 Tagen zeigst du dich besonders im Hochpreissegment oder bei empfindlichen Produkten als seriöse Vertragspartei.

7. Fehlende Rabattangebote

Jede Ersterfahrung mit deinem Online-Shop sollte für Neukunden Gelegenheit bieten regelmäßig mit dir in Kontakt zu treten. Viele Händlerinnen und Händler versäumen es an dieser Stelle ausreichend Anreize zu setzen.

Ein klassischer Kanal, um dauerhaft Kunden zu gewinnen ist dein Newsletter. Integriere kleine Incentives auf deiner Website als Pop-Up oder Bestandteil einer Transaction-Mail und biete Rabatte zur Neuanmeldung für deinen Newsletter von üblicherweise 10-20 Prozent.

8. Überflüssige Check-Out-Felder

Kunden lieben es einfach und sind die nahtlose Nutzererfahrung großer Shopping-Plattformen gewöhnt. Dazu zählen auch unkomplizierte und in Folge automatisierte Eingabefelder, die auf überflüssige Angaben wie z.B. Firma, Etage oder Telefonnummer verzichten. 

9. Falsche Bezahlmethoden

Kritisch wird es für die meisten kleinen Online-Händler am Ende des Funnel. Überprüfe deine Zielgruppe und Märkte, in denen du maßgeblich Verkäufe erzielst und integriere ausreichend länderspezifische Bezahlmethoden, z.B. für den Verkauf in D-A-CH. Neben den Klassikern wie Kreditkarte, Sofortüberweisung, Google Pay, Apple Pay, Shop Pay, Paypal oder Klarna sollten Zahlungen auch per eps-Überweisung möglich sein.

10. Keine E-Mail-Marketing Strategie

Last but not least: Etabliere eine Marketing-Strategie, die Kundinnen und Kunden an allen Stationen des Funnel adressiert. Dazu zählen u.a. Pop-Ups auf deiner Website oder Transaction-Mails zur Bestell- und Versandbestätigung mit Hinweisen auf Cross-Selling-Angebote oder die Bitte um eine kurze Teilnahme an einer Nutzerumfrage, in der du mehr Informationen über deine Zielgruppe (Buyer Persona) sammeln kannst, um Angebot & Ansprache künftig noch zielgerichteter zu platzieren.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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