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Social Commerce: Wie du vom Megatrend profitierst

Experten sind sich sicher: Das Social-Commerce-Geschäft wird sich bis 2025 verdreifachen und ein Volumen von 1,2 Billionen US-Dollar weltweit erzielen. Für kleine Unternehmen ist dies eine Chance, um direkt auf Instagram, TikTok oder YouTube Umsätze zu generieren.

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Was ist Social Commerce?

Social Commerce oder auch Social Shopping bezeichnet den direkten Kauf von Waren über Social-Media-Plattformen. Von Produktmarketing bis Kaufabschluss durchlaufen Kunden eine nahtlose Customer Experience innerhalb der jeweiligen Social-Media-Plattform, ohne dass sie die App verlassen müssen.

People Buy From People They Trust

Social Commerce erfüllt jedoch nicht nur das Bedürfnis nach einem reibungslosen Kauferlebnis, sondern nutzt außerdem die Expertise und Authentizität von Personen, um Vertrauen aufzubauen.

Die Zusammenarbeit mit Micro-Influencern ist für kleine Unternehmen eine Möglichkeit um den Kauf von Produkten und Dienstleistungen auf der Grundlage von Empfehlungen und Anregungen gezielt zu steigern. 

Marktvolumen von Social Commerce wird sich bis 2025 verdreifachen

In der Studie Why Shopping’s Set for a Social Revolution befasst sich Accenture mit dem Marktpotenzial von Social Commerce. Demnach werde der Anteil von Social Shopping bis 2025 weltweit ein Volumen von 1,2 Billionen Dollar erreichen.

Für 62 Prozent der Social-Commerce-Ausgaben werden dann die Generationen Y und Z verantwortlich sein. Die meisten Einkäufe werden bis 2025 in den Bereichen Bekleidung (18 Prozent), Unterhaltungselektronik (13 Prozent) und Heimtextilien (sieben Prozent) getätigt werden.

Social Commerce kann kleineren Marken und Einzelunternehmer die kreative Kundenansprache erleichtern und fordert zugleich von großen Marken, traditionelle Strategien im E-Commerce zu überdenken.

– David Holtmann, Managing Director Accenture, Konsumgüter und Services

Sicherheitsbedenken größte Hürde im Social Commerce

Trotz des Aufwärtstrends im Social Commerce ist die Hälfte der von Accenture befragten Social-Media-Nutzer besorgt, dass Käufe nicht ausreichend geschützt oder bei Bedarf rückerstattet werden. Fehlendes Vertrauen werde damit zum größten Hindernis für den neuen Absatzkanal, ähnlich wie es zu Beginn des E-Commerce der Fall war. 
 
Aktive Social-Commerce-Nutzer wiesen in diesem Zusammenhang auf unzureichende Richtlinien für Rücksendungen, Erstattungen oder Umtausch hin und sehen hier noch Verbesserungsbedarf:

Mangelndes Vertrauen ist ein Problem, das nur langsam überwunden werden kann. Anbieter, die sich auf diese Bedenken der Verbraucher konzentrieren, haben jedoch eine bessere Ausgangsposition, um Marktanteile zu gewinnen.

– David Holtmann, Accenture

Grafik zur Bandbreite einer Vielzahl an Social Shopping Formaten
© Accenture, The Future of Shopping

3 Social Shopping Trends für mehr Umsatz

1. Instagram In-App Shopping

Insbesondere Vertreter/-innen der Gen Z nutzen Social Media Plattformen verstärkt für die Suche nach Produkten & Co. Kleine Unternehmen, die ihr Instagram-Profil bereits als digitales Schaufenster nutzen, dürfen sich jetzt auf neue Funktionen freuen.

Zunächst für den US-Markt hat Mutterkonzern Meta kürzlich umfangreiche neue Shopping-Funktionen für Instagram angekündigt. Darin enthalten ist das Bezahlen via Direct Messages sowie das Tracking von Lieferungen und ein direkter Chat zwischen Marken und ihren Followern zur Verbesserung der Servicequalität.

Mit dem Roll-out greift Meta sowohl die eingangs geschilderten Sicherheitsbedenken der Nutzer/-innen auf und macht es gleichzeitig auch Unternehmen leichter auf Instagram Produkte zu verkaufen (keine externe Zahlungsabwicklung über Drittanbieter).

Wann die neuen Funktionen im D-A-CH-Markt verfügbar sein werden, ist aktuell noch offen. 

2. Things I bought on TikTok

Mit über einer Milliarde aktiver User weltweit und einer durchschnittlichen Verweildauer von täglich 38,6 Minuten treibt TikTok den E-Commerce-Umsatz global voran. Unternehmensdaten von TikTok zum „Community Commerce“ zeigen, dass sich die App zu einer echten Shopping-Plattform entwickelt hat:

  • TikTok ist Shopping-Queen: 67 % der Nutzer/-innen geben an, dass TikTok sie zum Einkaufen inspiriert hat, auch wenn sie das gar nicht vorhatten.
  • TikTok ist Trust-Builder: 73 % fühlen sich im Vergleich zu anderen Social-Media-Plattformen stärker mit Marken verbunden, mit denen sie auf TikTok interagieren.
  • TikTok ist Community: 78 % sind der Meinung, dass die besten Marken auf TikTok diejenigen sind, die ihre Ideen teilen und mit den Nutzern zusammenarbeiten.

Unternehmen, die keine Umsatzchancen verpassen wollen, kommen an einer Präsenz auf TikTok nicht herum. Hier spielt die neue digitale Königsklasse des Empfehlungsmarketing oder anders ausgedrückt:

It’s word of mouth on steroids

– Sandie Hawkins, TikTok’s GM of North America Solutions

Ein Teil dessen, was TikTok zu einer leistungsstarken Plattform für Social Selling macht, ist die Tatsache, dass die Nutzer Produktempfehlungen hier direkt von den Machern und nicht von Unternehmen erhalten. Creators fungieren in diesem Zusammenhang auch als Produkttester und Kuratoren, welche Nutzer/-innen helfen die beste Wahl zu treffen. 

Und auch für Unternehmen selbst gibt es eine Fülle an Funktionen, um auf TikTok präsent zu sein und vom Social Shopping Trend zu profitieren, darunter u.a.:

  • Badges, die es Händlern ermöglichen, Artikel in einem organischen Video hervorzuheben und die Nutzer zu Produktinformationsseiten zu führen
  • Collection-Ads, die mehrere Artikel in einer einzigen Anzeige präsentieren und dann zu diesen Artikeln jeweils verlinken
  • ein Tool, das dein Angebot automatisch in Anzeigen umwandelt und sie den am meisten interessierten Betrachtern anzeigt, basierend auf Informationen über deine Produkte und das individuelle Nutzerverhalten (Dynamic Showcase Ads)

3. Shopify goes YouTube

Shopify kooperiert nicht nur mit TikTok bei der Sicherung von Marktanteilen im Social Commerce. Mit dem jüngsten Start von YouTube Shopping auf Shopify können Händler ihren Online-Shop jetzt ganz einfach mit der Video-Plattform verbinden und erhalten dadurch Zugang zu über 2 Milliarden monatlich eingeloggten Nutzern!

Um Produkte auf YouTube zu verkaufen, haben Shopify-Händler drei Optionen:

  1. Live-Streaming: Händler können Produkte an wichtigen Stellen während eines Livestreams markieren und anheften. Über die Bild-in-Bild-Wiedergabe können Nutzer/-innen das Video ansehen, während sie zur Kasse gehen.
  2. Videos: Händler können eine kuratierte Liste von Produkten in einem Produktregal unter den On-Demand-Videos anzeigen lassen.
  3. Store Funktion: Dem YouTube-Kanal eines Händlers wird ein neuer Tab hinzugefügt, auf dem die gesamte Produktauswahl angezeigt wird.

Für dich als Unternehmer/-in bedeutet das einen geringen Mehraufwand, denn Shopify als Betriebssystem sorgt dafür, dass sämtliche Produktdetails wie Namen, Bilder, Preise und Versand nahtlos über alle Kanäle hinweg auf dem neuesten Stand gehalten werden. Sollte ein Produkt nicht mehr verfügbar sein, wird es automatisch von YouTube entfernt.

Sämtliche Leistungsberichte deiner Live- und On-Demand-Videos kannst du auch direkt von deiner Shopify-Verwaltung aus verfolgen. Das ermöglicht dir jederzeit Kontrolle über deine unterschiedlichen Verkaufskanäle.    

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura und Unternehmenswelt über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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