23.05.2021

Strategische Markenplatzierung mit Micro Influencern

Authentisch, glaubwürdig, mit treuer Anhängerschaft: Micro Influencer sind die Sympathieträger für das Empfehlungsmarketing kleiner Unternehmen. Strategische Partnerschaften mit Micro Influencern fördern die Markenbekanntheit und das Vertrauen in deine Dienstleistungen. Wir erklären, wie du passende Micro Influencer findest und worauf es bei der Planung von Kampagnen ankommt.

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Micro Influencer sind authentische Sympathieträger mit treuer Fangemeinde

Micro Influencer als Markenbotschafter auf Social-Media-Plattformen

Der Begriff Micro Influencer bezeichnet Social-Media-Akteure, deren Followerzahl im Schnitt zwischen 5.000 bis 50.000 Abonnenten beträgt. Aus dieser vergleichsweise überschaubaren Community ziehen Micro Influencer ihren größten Wettbewerbsvorteil. 

Je größer ein Account, umso weniger Interaktion

Je größer ein Social-Media-Account ist, umso weniger eng sind in der Regel die Beziehungen der Akteure zu ihren jeweiligen Followern. Dies spiegelt sich auch in Beiträgen und Posts wider. Die Themenvielfalt millionenfach abonnierter Profile ist vorwiegend breitenwirksam. Das führt dazu, das Nutzer seltener persönlich auf Beiträge reagieren und ähnliche Inhalte weniger häufig im eigenen News-Feed entdecken.

Nicht so im Fall von Micro Influencern, die sich Authentizität und Glaubwürdigkeit durch ihre ausgesprochene  Nähe zur Community tagtäglich und nicht selten mit persönlicher Interaktion unter ihren Followern verdienen. Konsumenten vertrauen den Empfehlungen von Micro Influencern erwiesenermaßen mehr als der vermeintlich reichweitenstärkeren Konkurrenz. 

Micro Influencer sind deshalb der perfekte Partner zur Steigerung der Markenbekanntheit (Brand Awareness) kleiner Unternehmen.

Markenbotschafter Micro Influencer: 3 gute Gründe 

  1. Mehr Aufmerksamkeit für deine Marke: Micro Influencer haben haben eine rund 60 Prozent höhere Engagement Rate als Macro Influencer (Accounts mit Followern im sechs- und siebenstelligen Bereich).
  2. Günstigere Kampagnenplanung: Kooperationen mit Micro Influencern sind rund 6,7 Mal günstiger als mit Macro Influencern und beruhen zum Großteil auf Gratisprodukten (Produktmusterkampagnen). Micro Influencer bilden mittlerweile die größte Influencer-Kategorie, üben ihre Tätigkeit als Content Creator aber selten hauptberuflich aus. Das bedeutet einen geringeren Verhandlungsaufwand im Zuge von Kooperationsvereinbarungen.
  3. Mehr Kundenvertrauen mit Zielgruppen-Experten: Micro Influencer gelten als Experten ihrer Interessens-Community und sprechen meist eine spezielle Nischen-Zielgruppe an, der sie häufig auch selbst angehören. Im Austausch mit ihren Followern legen sie Wert auf regelmäßige Beiträge mit Tiefenwirkung. 

Wie finde ich die passenden Influencer für mein Unternehmen?

Bevor du für deine Branche relevante Micro Influencer kontaktierst, solltest du zuerst eine genaue Vorstellung deiner Wunschkunden entwickeln (Buyer Persona). Dies ist die Basis für eine große Schnittmenge zwischen den Followern ausgesuchter Micro-Influencer, die sich als potentielle Neukunden für dein Produkt interessieren könnten.

Legitime Follower-Basis, organische Likes, aktiver Kommentarbereich

Kleine Unternehmen können bereits anhand des eigenen Social-Media-Auftritts recherchieren, welche reichweitenstarken Profile in der eigenen Community häufig deine Beiträge liken und kommentieren. Vielleicht verbirgt sich hier bereits ein vielversprechender Kandidat für eine Markenpartnerschaft. Beim genaueren Blick auf einzelne Profile solltest du eine legitime Follower-Basis, organische Likes und einen aktiven Kommentarbereich vorfinden.

#episch

Recherchiere Hashtags, die zu deiner Marke passen und finde heraus, ob vielversprechende Micro Influencer sie ebenfalls nutzen. Das erhöht die Chancen für eine ernsthafte Kooperation im beiderseitigen Interesse und Nutzen. Eine noch genauere Wahl triffst du, wenn die Art und Weise der Contenterstellung mit den Zielen deiner Kampagne übereinstimmt. Micro Influencer, die z.B. ausschließlich Blog-Posts veröffentlichen, eignen sich vermutlich weniger für eine geplante Videokampagne.

Micro Influencer agieren reichweitenstark auf allen Kanälen. Zu den relevantesten Plattformen zählen zweifellos Instagram und sein heißester Konkurrent TikTok. Auch entscheidet die Frage: Wer ist meine Zielgruppe und wo hält sie sich bevorzugt auf? Auf Twitter, Facebook, YouTube oder Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing sind Micro Influencer ebenfalls feste Einflussgrößen.

Influencer-Kampagnen planen in 3 Schritten

Bevor Micro Influencer deine Marke, Dienstleistung oder ein Produktmuster glaubwürdig empfehlen können, braucht es eine überzeugende Kampagnenstrategie:

1. Ziele festlegen

Wenn du feste Kampagnenziele definierst, kannst du messbare Erfolge erzielen oder etwaige Misserfolge nachvollziehen. Steigerung deiner Markenbekanntheit oder ein stärkerer Absatz für ein bestimmtes Produkt? Je nach Zielstellung bilden einzelne KPIs wie mehr Likes, mehr Follower, mehr Website-Clicks oder mehr Abverkauf konkrete Kenngrößen für dein Erfolgsmanagement und etwaige Nachbesserungen.

2. Formate & Inhalte planen

Erstelle einen Marketing-Plan und überlege, auf welchen Kanälen deine Influencer Kampagne ausgespielt werden soll, um relevante Zielgruppen zu erreichen. Gleiches gilt für die verwendeten Formate und Inhalte. Ein kurzer Clip auf TikTok kann deine Marke effektvoll in Szene setzen ohne zu überfrachten. Für erklärungsbedürftige Produkte sind umfangreichere Blogbeiträge oder YouTube-Tutorials besser geeignet.

3. Micro Influencer aktiv einbinden

Micro Influencer setzen auf Qualität und verspielen das Vertrauen ihrer Community nicht leichtfertig. Um ein authentisches Markenerlebnis zu transportieren, ist es wichtig, dass Inhalte und Ziele der Kooperation von Anfang an für beide Seiten klar kommuniziert werden. So vermeidest du Unstimmigkeiten bzw. Imageverluste und legst den Grundstein für nachhaltige Kampagnenerfolge.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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