27.12.2021

So gelingt es dir 2022 gesund & profitabel zu wachsen

Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch. Willst du deine unternehmerischen Ziele für 2022 erreichen, solltest du die Zeit zum Jahreswechsel nutzen, um dich und dein Team für die anstehenden Aufgaben fit zu machen. Mit unserer 5-Punkte-Checkliste für dein strategisches Unternehmenswachstum gelingt dir eine Skalierung mit Sinn.

Messerscharfe Positionierung als Katalysator für dein Wachstum

Keine Ausreden mehr!

5 Faktoren, um als Unternehmen 2022 erfolgreich zu wachsen

Zum Ende eines Geschäftsjahres blicken Unternehmerinnen und Unternehmer auf das Erreichte zurück, ziehen Bilanz und setzen sich neue Wachstumsziele. Um diese zu erreichen, braucht es allerdings mehr als die üblichen guten Vorsätze an Silvester, ein Strategie-Meeting im Januar und das gemeinsame Einschwören auf neue KPIs.

Verfügen kleine Unternehmen zum Beginn eines Geschäftsjahres häufig noch über ein hohes Maß an Energie und Motivation für die Umsetzung ihrer Wachstumsziele, scheitern diese im Jahresverlauf häufig an den Gegebenheiten innerhalb einer Organisationsstruktur (Urlaubsplanung!; Krankheit) sowie an den täglichen (Über)-Belastungen der inzwischen seit 2020 geprägten Corona-Krisenwirtschaft (Lockdown-Politik; Arbeitsschutz; Digitalisierung; Lieferkettenprobleme u.v.m.). 

Krisenmanager ist High Performer

Auch 2022 wird COVID-19 nicht verschwinden, doch Unternehmerinnen und Unternehmer verfügen inzwischen über eine solide „Pandemiekompetenz“ und haben es gelernt, sich trotz Lockdown, 3G, 2G oder 2G Plus wirtschaftlich zu behaupten. Mit diesem Wissen darfst du ruhig stolz auf dich sein. Nutze deine Ausdauer, Agilität und Anpassungsfähigkeit und erreiche 2022 neue Meilensteine für dein Unternehmen. 

Wie erfolgreich du skalierst, hängt immer von der gelungenen Kombination verschiedener Faktoren ab. Mit der folgenden 5-Punkte Checkliste sorgst du für das richtige Mindset und eine klar strukturierte Maßnahmenstrategie:

1. Strategische Beweglichkeit bewahren

Der Teufel steckt im Detail. Dieser Allgemeinplatz wirkt dämonisch bis zersetzend immer dann, wenn ein Unternehmen sich zu sehr in vermeintlich strategischen, tatsächlich operativen Belangen engagiert und darüber hinaus den Fokus für echte Wachstumschancen verliert. Dein Unternehmen muss laufen, das steht außer Frage, gerade in Krisenzeiten unter erhöhtem äußeren Druck. Existenzsorgen und die Angst vor einer Liquiditätskrise im Unternehmen dürfen dich jedoch nicht davon abhalten, deine strategischen Wachstumsziele weiter zu verfolgen, im Gegenteil. Konkurrenzfähig bleiben Unternehmen, die es schaffen auch in Krisenzeiten ihre strategische Beweglichkeit zu bewahren.

2. Wie High-Performer denken

Kein Wachstumserfolg ohne die richtige Einstellung. Das gilt für innovative StartUp-Gründer und Hidden Champions genauso wie für kleine inhabergeführte Unternehmen in der Mitte der Gesellschaft. 

Wirtschaftsexperten haben sechs essenzielle Eigenschaften definiert, die für sogenannte High Performer charakteristisch sind. Als High Performer gelten Führungskräfte, die über das Rüstzeug verfügen, um ein Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. High Performer sind Wegbereiter des Wandels. Zu ihren Merkmalen zählen u.a.

  1. der Mut zur Veränderung und der Wille, Neues zu schaffen
  2. das Verfolgen einer klaren Vision für die Zukunft auch unter Belastungen im Tagesgeschäft
  3. eine Kultur der Begeisterungsfähigkeit, die alle Mitarbeitenden des Unternehmens einbezieht
  4. die Fähigkeit zur Vernetzung in interdisziplinären Teams und zur Schaffung von Ökosystemen über die Grenzen des Unternehmens hinaus
  5. glasklare und für alle Partner verbindlichen Prinzipien zur internationalen Zusammenarbeit 
  6. die Einbeziehung des Nachhaltigkeitsgedankens in alle unternehmerischen Entscheidungen (Mehrgenerationen-Verantwortung)

3. Wachstumsfaktoren klar definieren

Mehr Umsatz ist immer gut, aber nicht gut genug. Am Anfang jeder Definition relevanter Wachstumsziele steht gleichzeitig die Frage nach den genauen Wachstumsfaktoren und den Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um die Zielvorgaben zu erreichen. Dies kann eine Erhöhung der Verkaufspreise sein, die du vor Kundinnen und Kunden jedoch u.U. legitimieren musst. Eine gezielt platzierte Cross-Selling-Strategie ist ebenfalls eine Methode, damit dein Geschäftsmodell weiter wächst. Indem du überlegst, wie du Leistungen und Produkte sinnvoll kombinierst und als Bundles anbietest, erhöhst du beim Cross Selling den durchschnittlichen Auftragswert pro Kunden. 

4. Digitalisierungstrends nutzen

Durch Automatisierung erleichterst du deinen Arbeitsalltag und erhältst zusätzliche Ressourcen zum Erreichen deiner Wachstumsziele. Mithilfe von Chatbots im Kundenservice, KI-gestützten Prozessautomatisierungen oder einem nahtlosen Datenaustausch in der Cloud können häufig wiederkehrende Aufgaben im Unternehmen inzwischen automatisert werden. So stellst du sicher, dass Tagesgeschäft und Unternehmensstrategie sich nicht gegenseitig behindern. Digitale Kompetenz ist außerdem ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Personalplanung (Hybride Arbeit), die in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels wachstumskritisch ist. 

5. Strategische Partnerschaften eingehen

Konkurrenz belebt das Geschäft und das im besten Sinne. Nachhaltiges Unternehmenswachstum gelingt dir nicht zuletzt durch Networking und die Etablierung von vertrauensvollen B2B-Partnerschaften. Auf der Basis von Empfehlungsmarketing springen strategische Partner*innen bei Engpässen füreinander ein oder upgraden ihre Individualleistung durch einen relevanten Lösungsanbieter aus ihrem Netzwerk.

Hast du ein Projekt oder einen Auftrag schon einmal absagen müssen, weil du bereits anderweitig gebucht oder ausgelastet warst? Kannst du in Zukunft in solchen Fällen auf ein Netzwerk verlässlicher Partner zugreifen, wird aus einem Totalverlust im besten Fall ein Wachstumsmodell und nicht selten zum Selbstläufer deiner passiven Kundengewinnung.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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