05.05.2021

Markenplatzierung: So geht erfolgreiches Rebranding

Neue Produkte, veränderte Zielgruppen oder eine komplette Neuausrichtung deines Unternehmens, es gibt viele Gründe für eine Neuplatzierung deiner Marke. Alles auf Anfang: Von der Vorbereitung über die Kommunikation bis zur Erfolgsmessung geben wir Tipps für dein erfolgreiches Rebranding.

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Alles auf Anfang

Alles auf Anfang: Erfolgreiche Rebranding Strategien

Für Unternehmen, die bereits längere Zeit am Markt tätig sind, ist ein gezieltes Rebranding die perfekte Gelegenheit, um sich neu zu erfinden. Sowohl Bestandskunden, als auch mit deiner Marke noch nicht vertraute Nutzer erhalten so die Gelegenheit für einen frischen unverbrauchten Eindruck deines USP.

Je nach Ausgangssituation gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine Neuausrichtung deiner Marke - von der Verbesserung einzelner Designkomponenten, über eine veränderte Markenkommunikation bis hin zur kompletten Umbenennung deines Unternehmens.

Das übergeordnete Ziel jedwedes Rebranding Prozesses ist dabei immer die Positionierung deines Alleinstellungsmerkmals als vertrauensvoller Anbieter unter deiner Zielgruppe.

Rebranding: Wann sollten Unternehmen ihre Marke neu ausrichten?

Ob ein Rebranding und eine Neuausrichtung deiner Marke sinnvoll ist, hängt von unterschiedlichen Komponenten ab. Als positive Hinweisgeber gelten u.a.:

  • Änderungen in der Unternehmensausrichtung (z.B. neue Geschäftsfelder und/oder Produktlinien)
  • Änderungen in der Unternehmensstruktur (z.B. durch Fusionierungen)
  • Nicht-Erreichen gesetzter Unternehmensziele
  • Internationalisierung bzw. Eintritt in neue Märkte
  • Wettbewerbsdruck durch neue Konkurrenten am Markt
  • Unzureichende Identifikation zwischen Marke und Zielgruppe
  • Unzeitgemäßes Corporate Design
  • Fehlendes Alleinstellungsmerkmal deiner Marke
  • Imageverlust der aktuellen Marke

Rebranding vs. Retouch: Wieviel neu ist neu genug?

Am Beginn jedes Rebranding steht die Frage: Wieviel neu ist neu genug? Willst du ein komplett neues Bewusstsein für deine Marke schaffen (Rebranding) oder lediglich für einen optisch frischen Eindruck deines Logos oder deiner Webseite sorgen (Retouch)? Ganz gleich, wie umfangreich die Neuplatzierung deiner Marke in der Praxis ausfallen wird, eine dezidierte Strategie und Vorbereitung geplanter Maßnahmen ist in allen Fällen erfolgskritisch.

Markenbewusstsein: 3 Tipps für deinen Rebranding-Prozess

1. Vorbereitung

Überlege zunächst, welche Elemente deiner Markenkommunikation gut funktionieren und deshalb beibehalten werden sollten, an welchen Stellen es nur geringfügiger Verbesserungen bedarf und was gänzlich uneinträglich geworden ist. Nicht jedes Update führt zwangsläufig zum Boost für deine Markenbekanntheit, der Faktor "Verschlimmbesserung" ist jedem App-Nutzer geläufig und kann im ungünstigsten Fall zu Verärgerung und Abkehr deiner Bestandskunden führen. Kenne deine Zielgruppe, ihre Gewohnheiten und Vorlieben.

Wiederum in Abhängigkeit der Motive für einen Markenwechsel gilt es zu überlegen, wie schnell und wie offensiv du dein Rebranding kommunizieren willst. Die Neuausrichtung einer etablierten und beliebten Brand an veränderte Marktverhältnisse, neue Nutzergruppen oder ein neues Selbstbild sollte schrittweise erfolgen und entlang ihres Mehrwerts unter Kunden und Stakeholdern kommuniziert werden. Umgekehrt empfiehlt es sich für Unternehmen, die bereits einen Imageverlust erlitten haben, auf eine eher offensive Rebranding Strategie zu setzen. 

2. Kommunikation

Entwerfe einen Kommunikationsplan bzw. eine Marketingstrategie für deinen Rebranding Prozess. Hier gilt es unterschiedliche Kanäle und Kernbotschaften für relevante Markennutzergruppen zu definieren. Dazu zählen E-Mail-Kampagnen für Bestandskunden und Geschäftspartner, Social-Media-Beiträge oder Sponsored Posts in für dich relevanten Fachmagazinen. Animiere auch deine Mitarbeiter dazu, die neue Markenbotschaft z.B. über ihr LinkedIn- oder XING-Profil zu kommunizieren. 

Ändern sich im Zuge des Rebranding zentrale Unternehmensangaben (z.B. neue Unternehmensbezeichnung; neuer Adresszusatz) gilt es die Neuausrichtung deiner Marke besonders sorgfältig zu kommunizieren, um einen reibungslosen Geschäftsablauf sicherzustellen.

3. Erfolgsmessung

Überlege dir vor der Umsetzung genaue Ziele und Kennzahlen, an denen du den Erfolg deines Rebranding messen möchtest. Je nachdem, wie umfangreich ein Rebranding erfolgt - komplette Umbennung deiner Marke oder Verbesserung einzelner Markenbotschaften und Designkomponenten - sind unterschiedliche Bezugspunkte und Kenngrößen relevant. Dies kann ein positives Nutzerfeedback in Form von Kundenbewertungen oder sozialen Interaktionen sein, ein gesteigerter Umsatzerfolg oder eine Verbesserung deiner Brand Impressions bei Google.  

In allen Fällen solltest du Geduld aufbringen können. In der Regel dauert es einige Monate, bis der Erfolg deiner Rebranding-Strategie an zuvor definierten KPIs sichtbar wird.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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