03.07.2021

Online Marketing Trends für kleine Unternehmen

Wer hätte es gewusst: Für 58 Prozent der deutschen Kundinnen und Kunden ist die E-Mail der wichtigste Kommunikationskanal zum Austausch mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), gefolgt von Instagram (45 Prozent) und YouTube (44 Prozent). Was sind besonders beliebte Content-Formate? Welche neuesten Shopping Trends müssen Unternehmer kennen? Das wünscht sich deine Zielgruppe.

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E-Mail-Marketing und Online Marketing Trends 2021

Das sind die TopTen der beliebtesten Kommunikationskanäle

"Small Businesses & the Pandemic: A survey of consumers in the US, UK, France and Germany" ist eine aktuelle Studie von Software-Anbieter Sendinblue gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut CITE Research. Befragt wurden insgesamt 4.199 Konsumenten in Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich zu ihren Erwartungen, Kaufgewohnheiten und Kommunikationsverhalten mit kleinen Unternehmen. Es nahmen jeweils circa 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher ab 18 Jahren in den einzelnen Nationen teil. 

Die Studie liefert teils "überraschende" Erkenntnisse über die Vorlieben deiner Zielgruppe und gibt Selbstständigen und Unternehmerinnen Gelegenheit dein Online-Marketing zu optimieren.

E-Mail für Dich ist Klassiker der Kundenansprache

50 Jahre nach der ersten Nachricht im Posteingang feiert die E-Mail 2021 einen weiteren Meilenstein: Laut Sendinblue Global Survey Report bevorzugen 58 Prozent der stellvertretend deutschen Kunden diese Form des Austauschs mit den Unternehmen ihrer Wahl. Im internationalen Vergleich liegt dieser Prozentsatz sogar noch höher (z.B. bis zu 70 Prozent im Vereinigten Königreich)

Auf den weiteren Plätzen der Top-3-Kommunikationsformen folgen mit Abstand Instagram auf Platz 2 (45 Prozent) und YouTube (44 Prozent) auf Platz 3. Auch hier gibt es national unterschiedliche Präferenzen, allerdings im umgekehrten Verhältnis: Deutsche Kundinnen und Kunden nutzen Instagram und YouTube deutlich häufiger als z.B. Befragte in Großbritannien (30 bzw. 23 Prozent).

Gezielte Kundenansprache: Diese Formate sind besonders beliebt 

Wenn es darum geht, deine Dienstleistung oder ein Produkt zu verkaufen bzw. darüber zu informieren, kommen verschiedene Formate in Betracht. Der E-Mail-Newsletter, regelmäßige Social Media Posts oder ein relevanter Unternehmensblog auf deiner Website bzw. als YouTube-Channel sind die wichtigsten Hebel für deine Kundengewinnung und Beziehungspflege.

Mit Kreativität und Ausdauer kannst du abseits bezahlter Anzeigen auch mit kleinem Budget Kundenvertrauen aufbauen und kontinuierlich von dir als bester Anbieter überzeugen. Darüber hinaus stärkt die regelmäßige Präsenz und Aktivität auf unterschiedlichen Plattformen dein Google-Ranking. 

Häufig fürchten Marken, dass ihre Inhalte als SPAM behandelt werden könnten, solltest du zu oft im Posteingang deiner Zielgruppe auftauchen. Kategorisch lässt sich dies nicht halten: Etwa ein Viertel der Befragten des Global Survey Report gab an, dass sie tägliche humorvolle und/oder unterhaltende Inhalte sehr zu schätzen wüssten. Besonders in der Generation der GenZ-Geborenen herrscht diese Präferenz vor: 57 bzw. 56 Prozent der Befragten gaben an, "unterhaltsame" bzw. "humorvolle" Inhalte einmal pro Woche oder öfter erhalten zu wollen. Unter Millennials ist diese Vorliebe nicht so stark ausgeprägt. Generation-Y-Geborene bevorzugen deutlich öfter den Erhalt von Angeboten (55%) und diesem nachgestellt personalisierte Inhalte (51%) sowie ebenfalls allgemein unterhaltenden Content (51%).

Im internationalen Vergleich weichen US-amerikanische und deutsche Interessen ab. Diejenigen Befragten in den USA und Deutschland wünschten sich deutlich häufiger die tägliche Kommunikation zu verschiedenen Inhalten als abwechslungsreicher Marketing-Mix.

Humorvolle Inhalte auf Platz 1 der beliebtesten Content-Formate / Screenshot: Sendinblue Global Survey Report

Grafik Sendinblue Global Survey Report

Social Media Marketing: Social Shopping Features und Trends

Nach dem Kräftezehren der Pandemie sollten Selbstständige und kleine Unternehmen die Gunst der Stunde nutzen und von veränderten Kaufgewohnheiten der Zielgruppe profitieren. 

Mehr als vier von zehn (44 %) Verbraucherinnen und Verbrauchern weltweit kaufen Post-COVID häufiger bei kleinen Unternehmen ein. Besonders Millennials (51 Prozent) und GenZ-Vertreter*innen erhöhten zuletzt ihre Transaktionen für KMU. Die Stärkung der regionalen Wirtschaft (57 Prozent) und eine gefühlte engere Bindung gegenüber kleinen Anbietern (52 Prozent) sind die am häufigsten genannten Gründe für das gestiegene Loyalitätsbewusstsein.

Neben personalisierten E-Mail-Inhalten, die du nach Erstkontakt und Einwilligung an Neukunden verschicken kannst, erreichst du deine Zielgruppe bevorzugt durch verkaufsoptimierte Social Media Inhalte. Regelmäßige Updates und neue Features auf den beliebtesten Plattformen sorgen dafür, dass sich Social Shopping via Whatsapp, Instagram oder TikTok in den kommenden Jahren immer stärker durchsetzen wird. 

Social Shopping mit WhatsApp for Business

Für Unternehmen, die WhatsApp for Business als Kommunikationstool nutzen, erweitert die App ab sofort den Funktionsumfang. Willst du Kundinnen und Kunden proaktiv Informationen über dein Unternehmen zukommen, dann kannst du hierfür ein neues WhatsApp-Nachrichtenformat nutzen. Mögliche Inhalte sind z.B. personalisierte Produktempfehlungen, exklusive Rabatte und Aktionen, "Wieder auf Lager” Alerts oder die Erinnerung für eine Nachbestellung.

Das Ganze funktioniert via Opt-In-Verfahren auf Basis der DSGVO und der Richtlinien der WhatsApp-Opt-In-Policy. Die einfache Möglichkeit zum Widerruf (Opt-Out) muss gewährleistet sein. Gegenüber Nutzerinnen und Nutzern kommuniziert WhatsApp zudem die vorherige Prüfung und Freigebung jeder "proaktiven" Nachricht, um SPAM auszuschließen.

Die Zukunft von Instagram

Der einstige Konkurrent ist zum Vorreiter geworden und deshalb muss sich auch Facebook-Tochter Instagram überlegen, wie es die Marktbestrebungen der Video-Plattform TikTok eindämmen kann. In einem Twitter-Video ließ Head of Instagram Adam Mosseri kürzlich wissen, wie er sich die Zukunft der App vorstellt. Unter dem Credo "Creator, Video, Shopping und Messaging" forcieren die Entwickler eine verstärkte Integration von Video-Content, Full-Screen Videos und einen Interessen-basierten Feed aus unterhaltsamen Inhalten. Für Unternehmen, die auf Instagram aktiv sind, ist dies eine gute Nachricht für eine in Zukunft noch stärkere Markenplatzierung mithilfe von Stories und Videos entlang ihrer Buyer Persona.

Damit du beim Anlegen und Auswerten deiner Kampagnen in Zukunft nicht den Überblick verlierst, kündigte Instagram pünktlich zum World Social Media Day (30. Juni) via Twitter an, dass ab sofort auch die Desktop-Version für sämtliche Tracking-Maßnahmen in der App verfügbar ist.

TikTok und die Zielgruppe GenZ

Für TikTok ist dies kein Grund zur Sorge, denn auch hier geht die Entwicklungsarbeit unermüdlich weiter. Erst im Mai wurden aktuelle Tests einer In-App-Shopping-Funktion durch das Management öffentlich, die Nutzern das einfache Scrollen durch Produktvideos ermöglichen soll. Vorbild ist die chinesische TikTok-Variante Douyin, die ebenfalls unter dem Mutterkonzern Bytedance betrieben wird und bereits 26 Mrd. US-Dollar in E-Commerce-Transaktionen erzielen konnte. Damit will TikTok seine stetig steigenden Nutzerzahlen in Zukunft noch stärker monetarisieren.  

YouTube Shopping

60-Sekunden blitzschnelle bunte Inhalte auf TikTok, wer denkt da noch an YouTube Tutorials? Die Beliebtheit der Google-Tochter ist ungebrochen, folgt man den Erkenntnissen des Sendinblue Global Survey Report. Und auch bezüglich der angebotenen Formate und Inhalte, hat man auf YouTube schon längst die grundlegende DNA für ein vielseitiges visuelles Plattformerlebnis.

Nicht zuletzt YouTube Shorts bietet hervorragende Möglichkeiten für kurze prägnante Shopping-Botschaften, die auch der verkürzten Aufmerksamkeitsspanne bestimmter Nutzergruppen gerecht werden bzw. schnelllebiges Konsumverhalten abbilden können. Aktuell befindet sich Youtube in einer Betatestphase für eine integrierte Shopping-Funktion, die es Nutzern der App ermöglichen soll, direkt in der App einzukaufen - ohne das Videoportal z.B. über Affiliate-Verlinkungen verlassen müssen. 

Informativen und unterhaltsamen Content kannst du dessen ungeachtet jederzeit in kleinen Video-Beiträgen erstellen und dort auf deine jeweiligen Verkaufskanäle in der Bio hinweisen.

Social Shopping insgesamt auf dem Vormarsch

Branchenkenner gehen davon aus, dass Social-Shooping-Features in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen werden. Das Ende der Third-Party-Cookies ist unwiederbringlich eingeleitet und erschwert die personalisierte Ausspielung von Werbeinhalten an deine Zielgruppe. Der interne Ausbau der führenden Plattformen hin zu Entertainment- und Shopping Plattformen bietet indes die Steilvorlage für eine zielgruppengenaue Ansprache in sozialen Netzwerken bis zum Abverkauf.

Wem es gelingt die typische Käuferpersönlichkeit zu adressieren, den unterstützt der Algorithmus mit der zielgenauen Ausspielung von Inhalten, die Nutzerinnen und Nutzer gemäß ihrer Vorlieben und Interessen besonders gern frequentieren und in Folge dessen eher bereit sind, damit assoziierte Produkte zu kaufen.

Die TopTen der wichtigsten B2C-Kommunikationskanäle / Screenshot: Sendinblue Global Survey Report

Screenshot Sendinblue Global Survey Report

Suchmaschinenoptimierung und Reichweitenaufbau für KMU

Laut Sendinblue Global Survey Report will nahezu jeder dritte Konsument (31 Prozent) in Deutschland künftig vermehrt bei KMU einkaufen. Die Mehrheit der Befragten (56 Prozent) nannte eine besondere emotionale Nähe (56 Prozent) als dafür ausschlaggebend, jede/r Zweite (49 Prozent) will dadurch die lokale oder regionale Wirtschaft unterstützen.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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