04.02.2021

Jetzt oder Nie: Warum Gründen in der Krise Sinn macht

40% der unter 30-Jährigen würden gern ein Unternehmen gründen. Der Gründungsgeist in Generation Y und Z ist neu geweckt. Die Verwerfungen der Corona-Krise können dich nicht aufhalten: Drei gute Gründe, warum jetzt der beste Zeitpunkt ist, sich selbstständig zu machen.

Kostenfreie Vorlagen für Gründer

Jetzt oder Nie

Selbstständigkeit planen: Das Morgen beginnt Jetzt

Laut KfW Research ist die Präferenz für eine berufliche Selbstständigkeit in den vergangenen 20 Jahren sowohl in Deutschland, als auch im europäischen Ausland deutlich zurückgegangen. Die Gründe hierfür seien der demografische Wandel sowie eine im Trend zunehmende wirtschaftspolitische Unsicherheit.

Kontrastierend hierzu fällt eine Entwicklung positiv ins Auge. In der Generation der unter 30-Jährigen stieg der Gründungswille zuletzt wieder deutlich an. So hätten sich 40 % der unter 30-Jährigen im Jahr 2019 für eine Selbstständigkeit entschieden, wenn sie frei von Sachzwängen gewesen wären. In der Gruppe der Studierenden ist dieser Anteil sogar noch höher: 46 % liebäugelten mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen.

Der Klimawandel, die Möglichkeiten des European Green Deal oder der allgemeine Wunsch nach einer Gründung mit Sinn bewegen die Unternehmergeneration von morgen. Diese Ambitionen solltest du gerade in Krisenzeiten nicht auf Eis legen. Staatliche Finanzierungshilfen je nach Ausgangssituation, z.B. das EXIST-Gründerstipendium oder der Gründungszuschuss, unterstützen dich. Mit der Methode Straight from scratch geht auch der letzte Zweifler auf Nummer sicher. 

Ganz gleich, ob du in Ausbildung, berufstätig oder krisenbedingt arbeitslos gemeldet bist, du hast jetzt alle Chancen, um in der Corona-Blaupause ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen:

1. Nutze gewonnene Zeit

Wer ein Unternehmen gründet, hat gerade zu Beginn alle Hände voll zu tun, um seine Idee in einen fertigen Businessplan zu gießen, Markt und Mitbewerber zu sondieren und Unterstützer zu finden. Nie hattest du mehr Zeit dafür, als während einer weltweiten die Märkte lähmenden Pandemie. 

2. Finde deine Nische

Der Lockdown fordert Opfer. Das ist betrüblich für diejenigen Unternehmen, die es nicht schaffen werden, ihr Geschäftsmodell postpandemisch zu erhalten. Genau darin liegt wiederum deine Chance. Die Corona-Krise entfaltet auch marktbereinigende Kräfte, die du dir sehr genau ansehen solltest. Welche Geschäftsmodelle haben sich bewährt, welche hingegen nicht? Wie musst du aufgestellt sein, um einem Shutdown die Stirn zu bieten (Stichwort Digitalisierung)? Ist dein geplantes Business auf die Bedürfnisse von Kunden in der Nach-Corona-Zeit optimiert? 

3. Reite die Welle

Herrscht aktuell noch weitgehend Talsohle, so kündet das Aufkeimen des Frühlings bei erwartbarer saisonaler Entspannung und einem Durchimpfen der weltweiten Bevölkerung den nächsten wirtschaftlichen Boom. Wer sich jetzt gut vorbereitet, kann diese neue Euphorie für sich nutzen. Geld und Ressourcen, die während der Corona-Krise teils zurückgehalten werden mussten, fließen dann bestenfalls in dein Unternehmen.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

Bild-Urheber:
iStock.com/Soulmemoria