04.01.2021

Corona-Hilfen für Start-ups bis 30. Juni verlängert

Gute Nachrichten für innovative Unternehmen in Deutschland. Die Bundesregierung verlängert die Corona-Hilfen für Start-ups bis zum 30. Juni 2021. Junge Unternehmen und kleine Mittelständler erhalten mehr Zeit, um Eigenkapital- und eigenkapitalähnliche Finanzierungen aus dem insgesamt 2 Milliarden Euro schweren Maßnahmenpaket zu erhalten.

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Dabei Sein: 2 Milliarden Euro für Deutschlands Zukunftssicherung

Bereits im Mai 2020 hatte die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Start-ups und kleinen Mittelständlern auf den Weg gebracht. Insgesamt 2 Milliarden Euro stehen in zwei Finanzierungssäulen bereit. Von diesen Geldern wurde bislang nur ein Teil abgerufen. Glück für dich, denn das Innovationsprogramm geht nun in die Verlängerung.

Säule 1 der Corona Start-up Hilfen: Wagniskapitalfonds

Die erste Säule der Corona Start-up Hilfen baut auf bestehenden Kooperationen des Bundes mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) auf. Hier können private Wagniskapitalfonds Mittel für eine Beteiligung an Start-ups erhalten. ("Corona Matching Faszilität"). Staatliche Wagniskapitalfonds wie der "High-Tech Gründerfonds" (HTGF) oder "Coparion“" können ihrerseits ebenfalls Liquiditätshilfen für Start-ups beantragen. Schließlich erhalten noch aussichtsreiche Innovatoren über das Finanzierungsprogramm ERP-Startfonds nötiges Investitions- und Wachstumskapital.

In Säule 1 wurden bislang Anträge mit einem Volumen von rd. 860 Mio. EUR bewilligt. Circa 350 Start-ups konnten dadurch auch in Krisenzeiten in den Genuss einer finanziellen Unterstützung kommen.

In Deutschland ist die Zahl der technologie- bzw. wachstumsorientierten Start-ups in den vergangenen Jahren erfreulicherweise deutlich gestiegen. Diese jungen Unternehmen sind für unsere Volkswirtschaft besonders wertvoll, da sie ein hohes Erneuerungs- und Beschäftigungspotenzial in sich tragen und wichtige Impulse für den Wandel setzen. KfW und KfW Capital setzen alles daran, die Mittel des Bundes so einzusetzen, dass diese jungen Unternehmen die Corona-Krise möglichst unbeschadet überstehen.

- KfW-Vorstandsmitglied Dr. Ingrid Hengster

Säule 2 der Corona Start-up Hilfen: Start-ups ohne Zugang zu VC-Fonds

Die Säule 2 der Corona Start-up Hilfen steht Start-ups und kleinen Mittelständlern zur Verfügung, die über keinen Zugang zu einem VC-Fonds aus Säule 1 der Corona Start-up-Hilfen verfügen. Die hier bereitgestellten Mittel aus dem 2 Mrd. Euro-Maßnahmenpaket werden stattdessen über Landesförderinstitute – entweder direkt oder über weitere Intermediäre wie z.B. Family Offices, Business Angels, oder die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften der Länder direkt an die Unternehmen vergeben. 

Einen Anspruch auf eine Förderung gemäß Säule 2 der Corona Start-up Hilfen hast du, wenn dein jährliches Umsatzvolumen höchstens 75 Mio. Euro beträgt. Die Förderung erfolgt als individuelle Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierung in Höhe von maximal 800.000 Euro und wird im Rahmen der Regelung zu den EU-Kleinbeihilfen gewährt. Sie ist zudem durch eine Garantie des Bundes abgesichert. Das erhöht deine Chancen auf eine Förderzusage erheblich. Du kannst private Kapitalgeber wie z. B. Business Angels in die Finanzierung einbinden. Dies ist jedoch kein verplichtendes Teilnahmekriterium.

Zur Umsetzung der Säule 2 hat die KfW bislang Globaldarlehensverträge in einem Gesamtvolumen von rund 556 Mio. Euro mit zahlreichen Landes-Förderinstitutionen geschlossen, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Finanzierungen in Mecklenburg-Vorpommern werden über die Landesförderinstitution in Thüringen abgewickelt. Vertragsunterzeichnungen mit den Landesförderinstituten in Hessen und im Saarland stehen vor dem Abschluss.

Erkundige dich bei deinem Landesförderinstitut am Unternehmensstandort nach den aktuellen Konditionen der Corona Start-up Hilfen. Aufgrund der guten Nachfrage und im Zuge der Laufzeitverlängerung planen einige Institutionen sogar die Aufstockung ihrer Globaldarlehen mit der KfW.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen schreibt im Magazin von Zandura über die wichtigsten News für Gründer und junge Unternehmen. Digitale Trends, Tipps für deine Marke, Gründungs- und Wachstumschancen erfährst du hier. Zuvor war Kathleen für Social Start-ups, Stiftungen und Digitale Plattformen redaktionell verantwortlich. Seit 2019 ist Kathleen Chefredakteurin von Zandura.

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